Das Dorf

Unser Dorf ist eine, für unsere Breiten typische, Streusiedlung mit verschiedenen Ortsteilen. Diese Ortsteile wiederum sind in sich gewachsen und besitzen eine funktionierende Nachbarschaftsstruktur.

Etzel ist zwar nicht Mittelpunkt unserer kleinen ostfriesischen Welt, liegt aber relativ zentral und ist schnell zu erreichen. Touristisch ist unser Dorf wenig erschlossen, vielleicht gerade deshalb ein Grund für einen Besuch.

Neben den naturbelassenen Landschaften, den meist freundlichen Menschen, die den verschiedensten Berufen nachgehen, reizt auch die Nähe zur Küste und zu den vielen interessanten Orten der Umgebung.

Per Kraftfahrzeug führt der Weg über die A29, Abzweig B436, direkt in unser Dorf. Die Bahnanreise endet am Bahnhof Sande, von Wilhelmshaven führt die Buslinie 11 zu uns.

"Moin"

Gegrüßt wird in unserem Dorf gnadenlos jeder Mensch, der außerhalb einer Behausung angetroffen wird.

Das zu jeder Tageszeit benutzte Grußwort, auch freundlich gemeinte, " Moin" stammt aus dem Plattdeutschen und ist wohl abgeleitet aus dem Wort - moui - (hochdeutsch - schön -).

Zur Zeit gibt es Bestrebungen von Deutschen, dieses Wort in den Duden aufzunehmen. Dies trifft in unseren Breiten aber auf Unverständnis - was soll ein ostfriesisches Wort im deutschen Sprachverwaltungsschatz, dem Duden?

Vorsicht: Wer meint, ein "Moin" mit "Moin-Moin" entgegnen zu müssen, gilt schon als Schwätzer.

Pastorengarten

In Zeiträumen von vielen Jahrzehnten wurde der Garten hinter der Pastorei (in Front zum Glockenturm) zu einem Kleinod entwickelt.

Im vorderen Teil befand sich die mit Ahornbäumen umstandene Wirtschaftsfläche für den landwirtschaftlichen Teil der Pastorei. Hieran schloß sich ein mit Beerensträuern bepflanzter und mit Buchsbaum gesäumter Gemüsegarten an. Linksseitig standen eine Reihe von, in unseren Breiten, seltenen Bäumen wie Rotbuche, Trauerlinde oder Mispel.

Im hinteren Bereich war (teilweise noch heute vorhanden) ein Eichenwäldchen gepflanzt worden. Dieses Wäldchen war durchzogen von gepflegten Wandelwegen, in deren Sichtecken Ruhebänke standen. Vor diesem Ensemble war ein, sich herrlich einfügender, Teich gegraben worden. Hier befand sich folgerichtig auch eine Hütte für Enten.

Zu diesem hinteren Teil führte rechtsseitig des Grundstückes ein ansprechender Laubengang aus Haselnußsträuchern. Leider wurde diese harmonisch angelegte Garten- und Parkanlage zur Zeit der Flurbereinigung um 1970 innerhalb weniger Tage zerstört. Sträucher wurden gerodet, Bäume gefällt, der Teich zugeschüttet und aus dem Garten wurde eine Nutzwiese.

Es bleibt zu hoffen, daß sich einsichtige Personengruppen für eine Wiederher-stellung der Anlage einsetzen und eine Realisierung folgen lassen.

Gedenkstätte

Schon nach dem Krieg von 1870/71 wurde für die Kriegsteilnehmer aus unserem Dorf ein sogenannter Ehrenhain eingerichtet. Auf dieser Anlage wurden für jeden ehemaligen Soldaten ein noch heute existenter Eichenbaum gepflanzt. Zudem wurde ein obeliskartiges Denkmal erstellt.

Nach dem ersten Weltkrieg wurde der Gefallenen Etzeler mit einem aus Findlingen erstellten Mal, mit eingelassener Namensplatte gedacht. Dieses Denkmal wurde zentrisch am südlichen Rand erstellt.

Der zweite Weltkrieg verschonte auch die eingezogenen Mitbewohner unseres Dorfes nicht. Für die nicht zurückgekehrten Soldaten wurden flankierend des großen Males, einzelne Steine (große Findlinge) mit den gravierten Namen, Geburts- und Todesdaten, gesetzt.

Mittlerweile hat sich für diese Anlage die Bezeichnung "Friedensgarten" eingebürgert. Die Hoffnung bleibt, dass nie wieder ein zusätzliches Denkmal gesetzt werden muss.

Herbergen

In unserem Dorf gibt es nur sehr begrenzte Möglichkeiten zur Beherbergung von Gästen. Allerdings sind die wenigen Ferienhöfe, Appartements und Zimmer für Verhältnisse der dritten Linie (Inseln, Küstenlinie, Hinterland) relativ gut ausgelastet. Dies liegt nicht zuletzt an den freundlichen Gastgebern selber, aber auch an dem Umstand, dass man eben wegen der wenigen Gäste einen sehr individuellen Urlaub erleben kann. Und noch einige gute Gründe mehr: den Städte wie Jever, Wilhelmshaven oder Aurich, sowie die umliegenden Wälder kann man in kürzester Zeit erreichen.

Etzel liegt in einer relativ zentralen Lage: die Küste, die Inseln, die naheliegen.

Informationen über die Unterkünfte können bei der Gemeindeverwaltung eingeholt werden.

Das Etzel-ABC

A - Albertus Seba, Naturforscher - gleichnamiger Platz im Loog

B - Boßeln, der Ostfriesensport

- Coordes, Gastwirtschaft "Dorfkrug" an der Dorfstraße

D - Dörpslü Haus (im Loog) und Verein für Heimatpflege

E - Etzel, Mittelpunkt dieser Webseite

- Freibad, an der Kiesgrube im Moorstrich

G - Gaslager

- Hohejohls, Ortsteil von Etzel

- IVG, Betreiberfirma der Kavernenanlagen

- Ems-Jade-Kanal

- Kavernenanlagen

- Loog, Ortsteil von Etzel

- Moorstrich, Ortsteil von Etzel

- Nordwest, eine Tour mit dem Fahrrad

- Osten, die Bootstour ab der Mönkebrücke

- Pumperhörn, Ortsteil von Etzel

- Querbalken in Gulfhäuser

- Riepen, Ortsteil von Etzel

- Stapelstein, Ortsteil von Etzel

- Transformatorenhaus

- Urlaub in unserem Dorf

- Vertriebene-Auswanderer und Einwanderer

- Widdeken- Häuptlingsfamilie aus Etzel

- Kommt in unserem Sprachschatz nicht vor

- Y-Punkt "Dree Deepen" Bootswandern

- Zahnräder, Ketten und Fahrradtouren